E.F. von Hainwald

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*Interview überarbeitet*

Und ja, auch wenn sich´s jeder denken kann, aber ich muss: *WERBUNG*

Zu diesem Interview bin ich damals in einen Keller voll Antiquitäten hinabgestiegen um einen Bergtroll bei einem Stück Torte zu treffen. Vorher musste ich mich allerdings Bobby, der ägyptischen Wildkatze stellen um eingelassen zu werden. Nicht jede/r darf an ihm vorbei. (Leider ist Bobby mittlerweile über die Regenbrücke gegangen. RIP)

Zum Glück wurde mir das Privileg erteilt einzutreten … *lach*

 

Natürlich hab ich keinen Bergtroll besucht, sondern den Autor E.F. v. Hainwald.

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Meine erste Frage war, wie er zum Schreiben gekommen ist. Wie meinte er so schön?

Wie ich dazu gekommen bin? Na ich wurde genötigt!

Um genau zu sein hat er im Februar diesen Jahres damit begonnen. Und das mehr oder weniger unfreiwillig. *lach*

Sein Schatz meinte immer „Du bist so kreativ und du kannst so gut schreiben und so gut formulieren. Du hast einen Trailer getextet. Warum schreibst du eigentlich nicht selber mal?“

Eigentlich gefiel ihm die Idee nicht wirklich. Er wollte nachwievor lieber seine Bilder machen.

Bis zu jenem Tag …

Er war bei seinem Schatzi in Hannover. Gemeinsam mit noch 2 weiteren Freundinnen verbrachten sie einen gemütlichen Abend in einer Cocktailbar. Dass er da wieder „genervt“ wurde … Tja! Eine der Freundinnen meinte: „Kannst du dir jetzt einfach so einen Story-Plot aus den Fingern saugen?“

Und somit nahm alles seinen Lauf …

Mit seinem Debüt Geborene des Lichts bedient er alle Fans von Fantasy und Romantik.

Enni – wie ich ihn liebevoll nenne – ist anfangs ein Planschreiber. Was das heißt? Er hat für sich das Schneeballprinzip entdeckt. Sprich: Als allererstes entwickelt Hainwald die Charaktere und baut sie immer weiter aus. Bis die Protagonisten ihm die Geschichte vorgeben.

Danach ist er ein reiner kreativer Spontanschreiber. So kommen auch Szenen rein, die anfangs überhaupt nicht geplant waren.

Aber egal was für eine Art Schreiber er ist – am liebsten schreibt er bei sich zu Hause am Rechner. Neben seinem 50er-Jahre-Original-Ventilator. *smile*

Recherche gabs im Prinzip nur für die Namen und deren Bedeutung, denn das musste einfach passen. Die ganzen wissenschaftlichen und magischen Elemente hingegen entnimmt er seinem Wissen. Da er sich in seiner Freizeit schon immer sehr für wissenschaftliche Themen begeistert und ab und an den Stammtisch eines Hexenclub´s besucht (Freunde von ihm sind da) war das das Einfachste für ihn. *smile*

Zum reinen Schreiben hat er März bis Juli gebraucht.

Veröffentlichung ja oder nein?

Viele schreiben ja für sich und so. Aber für mich mach ich ja Bilder. Meine anderen kreativen Bereiche sind die, die ich für mich mache.

Deshalb stand für ihn von Anfang an fest, dass das Buch veröffentlicht werden soll.

Enni schreibt manchmal 2 Wochen oder so garnix und dann gleich wieder 2 Tage am Stück. Immer je nachdem wie er Zeit hat. Nebenher hat er noch seinen festen Job.

Das schwerste sind dann immer die ersten 3 Sätze. Danach fluppst es wieder. *lach*

Hast Du Rituale beim Schreiben?

KAFFEE!!!

Oh ja! Er ist ein richtiger Kaffee-Junkie. Und Schoko darf nicht fehlen!

Gibt es biografische Elemente in deinem Werk?

Vielleicht 😉

Hmmm. Da werde ich das Buch beim zweiten Mal SEHR genau lesen.

Wie oben schon geschrieben lässt sich Enni lange Zeit für die Charaktere, denn sie sollen nicht irgendwelche Namen bekommen sondern auch spezielle Bedeutungen haben.

Das war eine lange Suche einen Namen zu finden der mir vom Klang her gefällt, der zur Personoptik passt und von der Bedeutung passt.

Zum Beispiel Zeemira – die Hauptprotagonistin. Zuerst hat er nur ihren Spitznamen „Pirri“ gehabt. Übersetzt heißt das „Flammendes Haar„. Passt perfekt! Allerdings fand er, dass der Name „einfach nur süß“ ist. Und das gefiel ihm nicht. Also nahm er ihn nur als Spitznamen und suchte weiter nach einem normalen Rufnamen. Zeemira bedeutet „Gesang der Freude„. Wer das Buch ganz genau liest erfährt dabei wie Zeemira zu ihrem Namen kam.

Natürlich erschafft er vor dem Schreiben auch den Namen der Welt. Madina ist altarabisch und bedeutet ganz einfach „Stadt“.

Die ganze Zeit während unserem damaligen Interview hatte ich Hainwald gelöchert was nun mit einem 2. Band ist und diesen Aufruf gestartet:

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Sämtliche Testleser waren begeistert. Und anscheinend auch noch ganz viele mehr. Denn es folgten mittlerweile noch Band 2 „Geborene der Verdamnis“ und Band 3 „Geborene des Schicksals„. <3

Natürlich würde Hainwald sich auch sehr über ganz viele und auch gute Rezensionen freuen. Allerdings sollten diese total ehrlich sein und klare, eindeutige Aussagen haben. Auch wenn ein Rezensent positiv bewertet, würde er sich freuen wenn dieses genauer beschrieben wird. Was hat dir besonders gefallen? Was eher weniger.

Also klipp und klar auf den Punkt gebracht: Egal ob 1 oder 5 Sterne – sagt warum und was. 😉

So jung wie Enni´s Autorenleben auch ist, so hat er doch auch schon schöne und skurile Erlebnisse gehabt.

Zum Beispiel haben die Charaktere die Geschichte teilweise aufgezwungen bzw. bestimmt. Sie haben ihm regelrecht die Macht als Erzähler aus den Händen genommen. Und er konnte auch partout nicht dran rütteln, denn sonst wäre die Geschichte nicht flüssig geworden.

Und besonders schön fand er es, dass er die gesamten Testlesegruppen begeistern konnte.

Also die Shakespeare- und Sachbuchleserin mochte es genauso wie die Hausmutti oder Teenager oder Zockerin.

Für die Zukunft wünscht sich E.F. v. Hainwald nicht nur, dass seine Bücher gut ankommen. Nein. Es soll auch die Person selber – welche gerade die Geschichte liest – bewegen. Er hat stellenweise absichtlich mit verschiedenen Konventionen gebrochen. Seine Bücher sollen zum Nachdenken anregen und das Schubladendenken wegnehmen. Sie sollen inspirieren und die Menschen für viele Themen offener machen.

Edit: Wie geht es dir jetzt nachdem du mittlerweile 4 Bücher veröffentlicht hast. Und vor allem dass deine Geborenen-Reihe so super ankommt?

Auf jedenfall erstmal erleichtert, weil eine Trilogie mit so einem großen Spannungsbogen schon echt eine Herausforderung ist. Außerdem schon auch stolz in 2 Jahren soviel geschafft zu haben – und dass mein OneShot „Cyberempathy“ obwohl es keine leichte Unterhaltungskost ist, tatsächlich soviel Anklang finden konnte. Ich hätte echt nie gedacht, dass mein zaghaftes Debüt von gerade einmal 250 Seiten so viel nach sich ziehen würde…. und gar zu einer Trilogie anwachsen.

Ja, da kannst du echt super stolz drauf sein!

Und wie geht es jetzt weiter?

Ich habe mehrere Romanideen im Kopf – und sie wachsen stetig an. Meine Stimmung, welche ich anpacken möchte, wechselt manchmal. Langsam kristallisiert sich jedoch eine bestimmte Sache heraus. Da nächstes Jahr mein Verlag und meine Stammlektorin voll ausgelastet sind, habe ich aber auch keinen zeitdruck und werde erstmal das Schreiben beiseitelegen, um abzuschalten …. na zumindest ein wenig, denn die Kurzgeschichte zu „Cyberempathy“ will weiter gesponnen werden. Wer schon neugierig ist, kann kostenlos bei den Gedankenreich-Shorties bereits reinlesen – es wird immer weiter geupdatet.

Enni´s Tipps an Jungautoren

Vorher das Buch planen! Auch wenn das die Hölle ist.

Enni´s Babies

(Wenn ihr auf das jeweilige Bild klickt kommt ihr zu meiner jeweiligen Rezension. 😉 )

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Der Sammelband

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Kurzantworten

Wenn Du eine traurige, witzige oder spannende Szene schreibst, fühlst du dann mit?

Teils/teils

Wenn Du einen neuen Charakter entstehen lässt, orientierst du Dich dann an Personen in deinem Umfeld?

In welchem Buch würdest du gerne mal die Hauptrolle spielen? Wer wärst du da?

Elandriss von Bryan Sandersson

Hast du ein Lieblings Buch oder Autor?

Elantris von Brandon Sanderson

Sturmkönige von Kai Meyer

Turbofragen – Keine Zeit zum Nachdenken!

Süß oder SAUER

Hoch oder TIEF

Kalt oder WARM

HORROR oder Romantik

LESEN oder Schreiben

VERRÜCKT oder normal

Schnell oder Langsam
(Hier hat er doch recht lange überlegen müssen. 😉 )

Sekt oder LIMO

KAFFEE oder Tee

WEIT oder nah

DUNKEL oder hell

LAUT oder leise

Hund oder KATZE

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