Aufreger des Monats – PLEITEN, PECH UND ÄRZTE Gibt es wirklich Hilfe - oder bleibt man hilflos?

Durch meine Mama und auch durch meinen Papa habe ich viel Zeit in Krankenhäusern und bei Ärzten verbracht und nicht immer war ich bzw. waren wir zufrieden.

Oft hatten wir das Gefühl, wirklich Zeit zum Helfen hat gar keiner mehr. Vielleicht haben die Ärzte auch keine Ahnung mehr.

Fehlentscheidungen

Meine Mama war beim Frauenarzt und wies die Ärztin auf einen komischen „Abdruck“ an ihrer Brust hin. Das wäre der Abdruck eines BHs. Eine schwerwiegende Fehlentscheidung! War es nämlich nicht und weil ich damals sagte, sie solle nicht locker lassen und zu einer anderen Ärztin gehen, kam raus, dass sie Brustkrebs hatte.

Mein Papa hat damals aufgrund seines Hustens ein paar Hustentropfen verschrieben bekommen. Ein tödlicher Ärztefehler!!! Den er mit seinem Leben bezahlt hat.

Haben eure Ärzte auch schon einmal solche oder andere Fehlentscheidungen getroffen?

Auf meinem alten Blog habe ich damals schon einmal geschrieben, wie schrecklich ich unter der Inkompetenz mancher Ärzte leiden musste. Mit Schmerzen zog ich damals von einem Arzt zum nächsten und kein Einziger konnte mir helfen.

Aktuell haben wir das Thema Ärzte bei meiner großen Schwester Anja und ihrer Mama.  Sie kann nicht mehr allein vor die Tür gehen. Sie schafft es körperlich einfach nicht mehr. Außerdem leidet sie an dauerhaften Schmerzen.

Lange Wartezeiten

Letztens ist sie wegen starken Schmerzen vom Notarzt abgeholt worden. Von 14 bis 23 Uhr ist sie in der Notaufnahme gewesen. Hat nichts zu essen bekommen in der ganzen Zeit. Dabei hat sie Zucker!! Und das steht auch in ihren Akten. Schließlich ist sie nicht selten im KH. Hätte sie nichts zu trinken mit gehabt, hätte sie nicht mal was zu trinken gehabt.

Letztendlich wurde sie 23 Uhr wieder nach Hause geschickt, um dann weiter unter ihren dauerhaften Schmerzen zu leiden. Abnutzung der Wirbelsäule nannten sie es dann in der Diagnose. Da fällt einem nix mehr zu ein.

Ohne Wasser und Brot

Meine Mama hatte auch einmal 2 Tage nichts zu essen und zu trinken bekommen. Sie sollte damals operiert werden. Leider verschob sich der Termin andauernd.

2 Tage!!! Das muss man sich mal vorstellen! Selbst für einen gesunden Menschen ist das schwer, aber einen schwer kranken Menschen ohne Wasser und Nahrung im Krankenzimmer liegen zu lassen während die Zimmergenossen normale Mahlzeiten bekamen! Da krieg ich echt nen Hals!

Die Pflegestufe wurde bei Anjas Mama auch abgelehnt. Dabei kann sie allein gar nichts mehr machen. Ich könnte explodieren vor Wut. Wie können die Ärzte sie nur so allein lassen.

Aber es geht glücklicherweise auch anders …..

Und das haben wir auf der Palliativstation des Dresdner Diakonissenkrankenhauses gesehen.  Dort haben sich alle viel Zeit und Mühe gegeben mit Mama.

Sandra und auch Sarah durften in Mamas Zimmer übernachten und haben sogar Frühstück bekommen.

Als Besuch hat man sich Tee machen können oder Kaffee. Selbst Kakao und Fruchtsäfte konnte man sich nehmen.

Mama hatte sich Luftballons gewünscht und diesen Wunsch haben wir ihr erfüllt. Die Ärzte, Schwestern und Pfleger haben mit geholfen und Mama in ihrem Bett auf einen großen Balkon gefahren. So dass sie sehen konnte, wie die Luftballons in die Luft stiegen.

Was sich aber in mein Gehirn gebrannt hat, war Bila der Pfleger. Alle waren toll, aber er war es der mich anrief, als es mit Mama zu Ende ging. Es sagte: „Ivonne, mein Herz sagt ich soll dich anrufen und dir Bescheid sagen, das Mama nicht mehr lange Zeit hat.“

Wir fuhren sofort hin und als wir in Mamas Zimmer kamen, saß Bila neben Mama am Bett und hat ihre Hand gehalten. Er ging aus dem Zimmer und brachte uns Stühle. So war Mama nicht allein als sie ging. Und das werde ich ihm mein Leben lang nicht vergessen.

Vom Gesicht her konnten wir ja damals nicht erkennen ob sie uns wahrnimmt. Aber als ihr eine Träne übers Gesicht lief, wussten wir, das sie alles mitbekam.

 

Tja, anscheinend ist das ein allgemeines Problem. Denn ähnliches kann auch ich leider berichten.

Mein Schwiegerpapa war Diabetiker. Aufgrund dessen merkte er damals nicht, dass er sich etwas eingetreten hatte. Da meine Schwiegermama Krankenschwester ist konnte sie sich anfangs drum kümmern. Doch dann schwoll der Zeh immer mehr an und schmerzte. Also ab zum Arzt. Letzten Endes musste er ins Krankenhaus und es musste ausgeschabt werden.

Durch dies und dass er Diabetiker war war er immer unter ärztlicher Kontrolle. Es wurden auch öfters Kontroll-Laboruntersuchungen unternommen.

Inkompetenz

Dann begann es, dass Päpchen immer ruhiger und zurückgezogener wurde. Er aß auch nicht mehr so viel – wo das doch seine Leidenschaft war. Also wieder ab zur Ärztin Laborwerte machen. Angeblich hat sie daraufhin nichts wirklich gefunden. Das kam Mama allerdings spanisch vor. Also rief sie abends nochmal da an. Nachdem die Ärztin ihr erst keine Auskunft geben wollte, wobei Mama ihr gehörig die Meinung sagte, meinte diese inkompetente Person, dass ihr vielleicht doch ein Fehler unterlaufen sein könnte und es vielleicht ratsam wäre wenn Päpchen umgehend ins Krankenhaus gehen würde. Häh? Hallo? Ich denke es ist nix weiter?!?!?!

Kaum kam Päpchen vom Einkauf wieder brach für ihn eine Welt zusammen. Krankenhaus?! Aber sind sie umgehend gefahren.

Das Ende vom Lied nach ein paar Untersuchungen im Krankenhaus: Prostatakrebs – umgehend Chemotherapie

Von der Diagnose an hatte unser über alles geliebtes Päpchen nur noch einen Monat bis er von uns ging.

Dankeschön

Aber auch ich muss die Onkologiestation des Krankenhaus St. Joseph Krankenhaus in Berlin Tempelhof sehr positiv hervorheben. Mama durfte die ganze Zeit über bei Päpchen bleiben. Es wurde extra ein zweites Bett ins Zimmer gebracht. Da das erste Zimmer recht klein war zogen sie nochmal um. Die Schwestern arbeiteten mit Mama Hand-in-Hand.

Schatzi und ich sind das Wochenende vor Ostern hingefahren. Päpchen war Raucher und wünschte sich so sehr mal wieder eine durchziehen zu können. Mama beruhigte ihn, dass wir ja bald da sind und er dann endlich rauchen könnte (für sie allein war es zu anstrengend). Das Geniale: Am Zimmer war direkt ein Balkon. Die Schwestern genehmigten, dass es reicht wenn wir Päpchen an die Balkontür setzen zum Rauchen. Tja, das nutzte er sofort aus und rauchte direkt 2. *lach*

 

 

Seid ihr auch schon in solchen Situationen mit Ärzten gewesen? Erzählt uns davon, wenn ihr möchtet.

Wie seid ihr mit solchen Situationen umgegangen?

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